Prediction Markets dringen weiterhin in das Sportwetten-Territorium ein, was zu einer ernsthaften rechtlichen Debatte in den Vereinigten Staaten geführt hat. Nun prüft Kanada diese Plattformen zunehmend genauer, wobei provinzielle Lotteriegesellschaften mehr Klarheit in diesem Sektor fordern
Kanadische Lotteriebetreiber fordern mehr Beschränkungen für Event Contracts
Nach Angaben der Canadian Lottery Coalition ähneln Prediction Markets zunehmend dem Sportwetten-Glücksspiel, obwohl die Plattformen behaupten, dass das Produkt, das sie tatsächlich anbieten, ein anderes ist – ein Finanzprodukt, bei dem die Quoten nicht von einer zentralen Behörde festgelegt werden, und Peer-to-Peer-Trading auf Marktergebnisse.
Die Betreiber argumentieren, dass Event-Trading-Plattformen bereits Einnahmen aus dem provinziell regulierten Glücksspiel geschmälert haben, weil die Produkte so eng miteinander verbunden sind. In einer Stellungnahme, zitiert von the Globe and Mail, sagte die CLC:
"Wir schätzen die weitere Klarheit, aber ich denke einfach, dass es zu weit geht zu sagen, dass dies eine Grenzlinie ist. Es ist jetzt Zeit zu handeln, bevor sie sich weiter in Kanada ausbreiten."
Unterdessen war die CLC nicht die einzige Einheit – oder vielmehr eine Gruppe von Einheiten – die Fragen zur Rechtmäßigkeit und zum genauen Status von Event Contracts gestellt hat.
Im August stellten die Canadian Investment Regulatory Organizaiton (CIRO) und die Canadian Securities Administrators fest, dass Event Contracts, die mit Sportergebnissen oder Unterhaltung verbunden sind, nicht als Wertpapiere und Derivate reguliert werden sollten, was das gleiche Argument ist, das in den Vereinigten Staaten von Generalstaatsanwälten und Glücksspielregulatoren vorgebracht wird.
Bereits verlorene Glücksspieleinnahmen
Diese Debatte findet zu einer Zeit statt, in der eine wachsende Anzahl von jungen Menschen Prediction Markets und Sportwetten als Weg zur finanziellen Unabhängigkeit wahrnehmen und als integralen Bestandteil einer tragfähigen Anlagestrategie.
Der zunehmende Druck auf den Sektor ist auf noch stärkeren Widerstand gestoßen. Weder Kalshi noch Polymarket weichen zurück, wobei Wetteinnahmen den Großteil aller Transaktionen auf der Plattform ausmachen.
Ebenso hat eine CNN-Analyse kürzlich herausgefunden, dass Plattformen Milliarden von unter 18-Jährigen akzeptieren, ein besonders wichtiger Punkt, da Event Contracts auf Sports zwar "nicht Wetten" sind, aber dennoch Nutzer anziehen, die keinen Zugang zu legalen Sportwetten haben – was in den meisten Bundesstaaten auf Personen ab 21 Jahren beschränkt ist.