Das US-Berufungsgericht des 10. Bezirks lehnte Kalshis Notantrag auf eine einstweilige Verfügung in der Berufungsphase in Utah ab. Dies ebnet effektiv den Weg für den Staat, seine Glücksspielgesetze gegen das Unternehmen durchzusetzen.
Gericht lehnt Kalshis Berufung ab
Kalshi verklagte Utah ursprünglich Anfang 2026, als der Staat die Beschränkungen für Vorhersagemärkte verschärfte. Das Unternehmen argumentierte, dass Utah keine Befugnis habe, Verträge zu regulieren, die an einer Börse gehandelt werden, die bei der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) registriert ist.
Das neueste Urteil erging wenige Wochen nach US-Bezirksrichter Robert Shelby Kalshis Antrag zur Blockierung der Durchsetzung von Utahs Beschränkungen abgelehnt hatte. Nach Angaben der Associated Press kam Shelby zu dem Ergebnis, dass das vom Unternehmen zitierte Bundesgesetz Utah nicht daran hindert, seine Glücksspielgesetze durchzusetzen.
Nach dem Urteil des Bezirksgerichts erklärte Utahs Generalstaatsanwalt Derek Brown, dass sein Büro beabsichtige, das Staatsgesetz durchzusetzen, während die Behörden ihre Optionen weiter evaluierten. Utahs Regeln verbieten Propositionen-Wetten auf Ereignisse, die innerhalb eines Spiels stattfinden, eine Kategorie, die einen großen Teil der von Vorhersagemärkten angebotenen sportbezogenen Produkte darstellt.
Kalshi bestritt Shelbys früheres Urteil und appellierte den Fall an das 10. Berufungsgericht. Der Notantrag des Unternehmens suchte nach temporärem Schutz während das Berufungsverfahren lief, anstatt das Berufungsgericht zu bitten, eine endgültige Entscheidung darüber zu treffen, ob Bundesderivategesetze Utahs Beschränkungen verdrängen.
Angesichts der Ablehnung des Antrags kann Utah seine Gesetze durchsetzen, während die Berufung anhängig ist. Die Entscheidung des Berufungsgerichts löst Kalshis breitere Anfechtung des früheren Urteils nicht. Sie hebt jedoch den vorübergehenden Schutz auf, den das Unternehmen angestrebt hatte, um sich vor staatlicher Durchsetzung zu schützen.
Das Urteil des Gerichts ist ein weiterer Schlag gegen Kalshis Rechtsstreit mit verschiedenen staatlichen Regulierungsbehörden. Letzte Woche erlitt Kalshi auch einen Rückschlag in Nevada, da sich das Gericht auf die Seite des Staates stellte und sagte, dass er seine Glücksspielgesetze auf den Vorhersagemärkte-Betreiber anwenden kann.
Was ist Kalshis Position?
Nach Kalshi können legale Vertragsmärkte nur von der CFTC und nicht von staatlichen Regulierungsbehörden reguliert werden. Das Unternehmen behauptet, dass seine Sportprodukte Ereignisverträge oder Swaps sind, die durch das bundesweit Commodity Exchange Act geregelt werden, anstatt Wetten, die unter staatliche Glücksspielgesetze fallen.
Staatliche Regulierer bestreiten jedoch diese Charakterisierung. In Klagen und Durchsetzungsmaßnahmen haben sie allgemein argumentiert, dass Verträge, die an Spielergebnisse, Spielerleistungen und andere Sportereignisse gebunden sind, faktisch Sportwetten darstellen. Infolgedessen behaupten sie, dass Betreiber die staatlichen Anforderungen bezüglich Lizenzierung, Altersbeschränkungen und Verbraucherschutz einhalten müssen.
Das Ergebnis dieses Streits könnte bestimmen, ob Kalshi dieselben sportbezogenen Märkte landesweit anbieten kann oder seine Produkte an die Glücksspielgesetze einzelner Staaten anpassen muss. Falls Staaten den Rechtsstreit gewinnen, könnte Kalshi mit Anforderungen zum Geofencing bestimmter Märkte, zur Entfernung spezifischer Produkte oder zum Erwerben von Lizenzen in Gerichtsbarkeiten konfrontiert werden, die seine Verträge als Wetten einstufen.
In anderen aktuellen Nachrichten über Kalshi suspendierte das Unternehmen einen republikanischen Kandidaten für den 1. Kongressdistrikt von North Carolina der angeblich in Insiderhandel verwickelt war.