Widersprechende Urteile mehrerer Gerichte haben New Jersey gezwungen, eine Petition beim US Supreme Court einzureichen, um den sich entwickelnden Streit darüber beizulegen, wer Prognosemärkte regulieren sollte. Dies ist das erste Mal, dass der Streit das höchste Gericht des Landes erreicht hat, und ein Urteil könnte massive Auswirkungen auf die Glücksspielindustrie und den Prognosemarktsektor haben. Wenn der Supreme Court sich bereit erklärt, den Fall zu verhandeln, könnte ein Urteil irgendwann nächsten Sommer erwartet werden.
Widersprechende Urteile können eine Intervention erforderlich machen
New Jerseys Petition zielt darauf ab, ein Berufungsgerichtsurteil aufzuheben, das Prognosekontrakte als von der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) regulierte Finanzinstrumente einstuft. Richter stellten fest, dass die staatliche Glücksspielaufsichtsbehörde nicht befugt war, Kalshi daran zu hindern, sportbezogene Ereigniskontrakte an Nutzer in dem Staat anzubieten. Da Kalshis Kontrakte als Swaps qualifizieren, die an einer von der CFTC regulierten Börse gehandelt werden, liegt die Beaufsichtigung ausschließlich bei der Bundesbehörde.
Diese Unternehmen haben kein Recht, ihre Sportwetten anzubieten, ohne sich an die Landesgesetze zu halten. Deshalb haben Dutzende von Staaten aus dem gesamten ideologischen Spektrum sich ihnen widersetzt.
Jennifer Davenport, Generalstaatsanwältin von New Jersey
Allerdings stimmen nicht alle Gerichte dieser Haltung zu. Im August lehnte sich der 9. US Circuit Court of Appeals entschieden auf die Seite von Nevada, lehnte Kalshis Versuch ab, staatliche Glücksspielbehörden von der Regulierung ihrer Sportkontrakte abzuhalten. Diese Entscheidung hat Nevada seitdem ermöglicht, die Angebote der Plattform erheblich zu beschränken, trotz Widerstand der CFTC. Die Bundesbehörde besteht darauf, dass sie alleinige Autorität im Sektor hat.
Diese widersprechenden Urteile haben die notwendigen Bedingungen für eine Einmischung des Supreme Court geschaffen. Das Büro des Generalstaatsanwalts von New Jersey argumentiert, dass der Commodity Exchange Act Prognoseplattformen nicht erlaubt, Landesgesetze zu ignorieren. Trotz des Berufungsgerichtsurteils bleibt New Jersey unnachgiebig darin, dass Sportprognosekontrakte nahezu identisch mit Sportwetten sind und unter lokale Vorschriften fallen.
Die Trump-Regierung bevorzugt Prognosemärkte stark
Trotz New Jerseys Berufung bleibt unklar, ob der Supreme Court den Streit annehmen wird. Falls der Fall grünes Licht erhält, könnten die Verfahren in diesem Herbst beginnen und ein endgültiges Urteil könnte irgendwann 2027 erwartet werden. Ein definitives Urteil könnte massive Auswirkungen auf den Glücksspielsektor haben und den eskalierenden Konflikt zwischen Staaten und Prognoseplattformen beilegen.
Während New Jersey hofft, dass der Supreme Court Partei für die Staaten ergreift, ist dieses Ergebnis alles andere als sicher. Die obersten Richter des Landes haben sich konsistent auf die Seite von Präsident Trump gestellt, und es ist bekannt, dass die aktuelle Regierung sehr positiv gegenüber Prognosemärkten eingestellt ist. Trump Jr. hat wiederholt verlangt, dass Staaten ihre Versuche zur Regulierung des Sektors einstellen und die CFTC als alleinige Autorität belassen.
Der Widerstand gegen Prognosemärkte wird stärker. Staaten wie Nevada, Massachusetts, Michigan und Washington haben alle einige Siege gegen Prognoseplattformen errungen. Eine weitere umstrittene Frage ist, ob Sportprognosekontrakte in Staaten verfügbar sein sollten, die überhaupt keine Online-Sportwetten zulassen. Mit diesen Fragen auf dem Spiel ruhen alle Blicke auf dem Supreme Court.